UA-127508567-1

Schloss Peterskirchen ist ein einzigartiges Kleinod.

Historisches

Peterskirchen war Sitz der Edlen von Peterskirchen. Ein Willihalmus des Petreschirchen wird bereits um 1140 als Siegelzeuge genannt. Später waren die Edlen von Grub die Herren von Peterskirchen. Zu nennen sind Konrad Gruber (1260), Erasmus Gruber (1400), Hermann Gruber (1491) und Wolfgang Gruber (1520). Das Schloss wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vermutlich unter den Grubers erbaut. 1542 fand ein Streit wegen der Obrigkeit über den Sitz Peterskirchen zwischen der Familie Gruber und dem Friedrich von Pienzenau statt. Gruber bestand darauf, auf Peterskirchen ein Landsasse zu sein und der Edelmannsfreiheit fähig zu sein. 1565 ging der Sitz durch Kauf ganz an die von Pienzenau über.

Kupferstich von Schloss PeterkirchenKupferstich von Michael Wening, 1721


Nach dem Tode des Friedrich Christoph von Pienzenau, dieser hinterließ drei Töchter und eine Schwester, kam Peterskirchen auf dem Erbschaftsweg an die von Perlaching, wobei 1628 die Aufsplitterung der Pienzenauer’schen Lehen vollzogen wurde. Durch die Heirat der Genofa von Perlaching mit Hans Georg von Hienheim, genannt Elsenberger, galt dieser ab 1640 als Besitzer dieser Hofmark. Vermutlich 1673 wurde Peterskirchen als Pertinenz von Baumgarten an Gottfried Wilhelm Graf von Rheinstein und Tattenbach und seine Gattin Maria Barbara, geborene Gräfin von Valley verkauft.

Diese Familie blieb im Besitz der Hofmark bis 1821. Da der letzte diese Familie kinderlos starb, kam der Besitz durch eine Testamentsverfügung an seinen Neffen Maximilian Graf von Arco-Valley.

Fresko der Kreuzigung

1824 verkaufte Karl Maria Rupert von und zu Arco im Namen seines minderjährigen Sohnes an den Schullehrer und Mesner zu Peterskirchen, Lorenz Glas. Von dem vorbehaltenen Rückkaufsrecht wurde nicht mehr Gebrauch gemacht. Bis zum Bau eines eigenen Schulhauses diente die große „Binderstube“ im Schloss bis 1867 als Schule. Nach dem Tode von Josef Glas, dem letzten Nachfahren der Familie Glas, wurde das fast völlig zerfallene Gebäude 1986 von dem Verhaltensforscher Erik Zimen erworben, der die Renovierung von Schloss Peterskirchen einleitete. 1992 ging das Ensemble in den Besitz der Familie Lipinski über, die mehrere Jahre in die Renovierung und Restaurierung investierte. Ihr ist der Erhalt der wertvollen Fresken von 1530 zu verdanken, die durch einen namhaften Restaurator freigelegt wurden.

Quelle: Wikipedia